Ausnahme im Jahr 2026

Freistellungsbescheinigung 2026 Ewo. 17. Februar 2026. Was ist eine Freistellungsbescheinigung? Eine Freistellungsbescheinigung ist eine offizielle Bescheinigung des Finanzamts. Sie bestätigt, dass für Ihre Bauleistungen keine Bauabzugssteuer anfällt und der Auftraggeber daher keine 15 £ % von Ihren Rechnungen abzieht. Gemäß den Regelungen zur Bauabzugssteuer und § 48b EStG muss der Auftraggeber ohne Freistellungsbescheinigung 15 £ % vom Rechnungsbetrag abziehen und direkt an das Finanzamt abführen. Vereinfacht gesagt: Mit Freistellungsbescheinigung erhalten Sie 100 £ % vom Rechnungsbetrag. Ohne Freistellungsbescheinigung erhalten Sie nur 85 £ %. Für wen ist die Freistellungsbescheinigung vorgesehen? Die Gewerbefreistellung gilt für Einzelunternehmer (SZČO) und Unternehmen, die Bau- oder Montagearbeiten in Deutschland ausführen. Wenn Sie Arbeiten auf Baustellen oder Projekten in Rechnung stellen, ist die Gewerbefreistellung in der Praxis ein Standard, den viele Kunden von Ihnen erwarten. Benötigen Sie die Gewerbefreistellung von Anfang an? Die Gewerbefreistellung gilt für Einzelunternehmer (SZČO) und Unternehmen, die Bau- oder Montagearbeiten in Deutschland ausführen. Wenn Sie Arbeiten auf Baustellen oder Projekten in Rechnung stellen, ist die Gewerbefreistellung in der Praxis ein Standard, den viele Kunden von Ihnen erwarten. Wo kann man die Gewerbefreistellung beantragen? Der Antrag auf Gewerbefreistellung ist beim Finanzamt einzureichen. Gleichzeitig benötigen Sie eine deutsche Steuernummer. Ohne Steuernummer kann die Gewerbefreistellung in der Regel nicht beantragt werden. Was benötigen Sie für den Antrag auf Gewerbefreistellung? Das Finanzamt verlangt in der Regel: eine deutsche Steuernummer, eine Gewerbeerlaubnis oder einen Handelsregisterauszug, eine Wohnsitzbescheinigung und grundlegende Informationen zu Ihrer Geschäftstätigkeit. Bitte beachten Sie, dass jeder Fall etwas anders sein kann und dass einzelne Ämter leicht unterschiedliche Dokumente verlangen können. Wie lange ist die Freistellung gültig? Die Freistellung wird nicht dauerhaft gewährt. Ihre Gültigkeitsdauer ist individuell und wird vom Finanzamt festgelegt. Am häufigsten gelten folgende Zeiträume: 3 bis 6 Monate, 1 Jahr, 3 Jahre (selten). Das bedeutet, dass Sie das Ablaufdatum im Auge behalten und rechtzeitig eine Verlängerung beantragen müssen. Läuft Ihre Freistellung ab und Sie versäumen die Frist, wird der Kunde automatisch wieder 15 % von Ihnen einbehalten. Was passiert, wenn Ihnen bereits 15 % abgezogen wurden? Wenn Sie ohne Freistellung gearbeitet haben und der Kunde die Freistellung einbehalten hat, ist das Geld nicht endgültig verloren. Sie können eine Rückerstattung der einbehaltenen Bauabzugsteuer beantragen. Beachten Sie jedoch, dass dies ein Verfahren ist, das mehrere Monate dauern kann. Daher ist es aus praktischer Sicht vorteilhafter, die Freistellung vor Beginn der Rechnungsstellung zu beantragen und sich spätere Probleme zu ersparen. Gilt die Freistellung auch für mehrere Kunden? Ja. Eine Freistellung gilt für alle Ihre Kunden. Sie benötigen kein separates Dokument für jedes Unternehmen. Wichtig ist, dass Sie dem Kunden vor Beginn der Zusammenarbeit oder vor der ersten Rechnung eine Kopie der Freistellung zukommen lassen. Was aber, wenn Sie noch keine Freistellung haben und bereits mit der Arbeit beginnen? In diesem Fall haben Sie im Prinzip drei Möglichkeiten: Erstens können Sie mit dem Kunden vereinbaren, dass er die Rechnungen vorübergehend nicht bezahlt, bis die Freistellung bearbeitet ist. Zweitens können Sie den Abzug nach § % akzeptieren und die Rückerstattung nachträglich veranlassen – dies kann jedoch viel Zeit in Anspruch nehmen. Die dritte (und beste) Möglichkeit ist, die Freistellung vor Arbeitsbeginn zu bearbeiten und so Probleme von vornherein zu vermeiden.
6 europäische Länder mit dem höchsten Mindestlohn

6 europäische Länder mit den höchsten Mindestlöhnen Ewo / 10. Februar 2026 Bei der Wahl des Arbeitsplatzes sind Durchschnittslöhne ein guter Anhaltspunkt, doch in der Praxis interessieren sich viele Menschen vor allem für den Mindestlohn. Dieser bestimmt oft die Untergrenze der Vergütung in einfacheren Berufen, beim Berufseinstieg ohne Erfahrung oder bei der Beschäftigung über Zeitarbeitsfirmen. Im Folgenden finden Sie eine Übersicht der Mindestlöhne im Jahr 2026 in Ländern Europas mit hohen Verdienstmöglichkeiten. Deutschland: Mindestlohn 2026 In Deutschland steigt der gesetzliche Mindestlohn ab dem 1. Januar 2026 auf 13,90 € brutto pro Stunde. Für Beschäftigte in der Bau-, Industrie- und Montagebranche ist es wichtig zu wissen, dass in vielen Sektoren gemäß Tarifverträgen oder Bauvorschriften höhere Mindestlöhne gelten, sodass die tatsächlichen Löhne über dem gesetzlichen Mindestlohn liegen können. Luxemburg: Höchster Mindestlohn in Europa Luxemburg zeichnet sich durch einen besonders hohen Mindestlohn aus. Ab dem 1. Januar 2026 beträgt der soziale Mindestlohn für ungelernte Arbeitnehmer ab 18 Jahren: 2.703,74 € brutto pro Monat (Vollzeit) bzw. 15,6285 € brutto pro Stunde. Luxemburg hat zudem einen höheren Mindestlohn für Fachkräfte, was insbesondere für Handwerks- und technische Berufe attraktiv sein kann (sofern die Qualifikationsanforderungen gemäß den lokalen Bestimmungen erfüllt sind). Irland: Hoher Mindestlohn pro Stunde. In Irland gilt ab dem 1. Januar 2026 ein nationaler Mindestlohn von 14,15 € brutto pro Stunde (Standardlohn für Erwachsene). Irland ist besonders stark im Dienstleistungs-, Logistik- und Unternehmenssektor, allerdings sind die Wohnkosten in einigen Regionen (vor allem um Dublin) deutlich höher. Belgien: Mindestlohn pro Monat und pro Stunde. Belgien gibt den allgemeinen Mindestlohn (ab 1.1.2026) wie folgt an: 2.154,11 € brutto pro Monat bei 38 Stunden/Woche, 13,08 € brutto pro Stunde. Wichtig: In Belgien haben viele Branchen eigene (oft höhere) Mindestlöhne, sodass der tatsächliche Lohn höher ausfallen kann. Dänemark: Kein gesetzlicher Mindestlohn. Dänemark zählt zu den Ländern mit den höchsten Löhnen in Europa, hat aber keinen gesetzlichen Mindestlohn. Die Löhne werden durch Tarifverträge je nach Branche und Art der Tätigkeit festgelegt. In der Praxis bedeutet dies, dass zwar ein Mindestlohn existiert, dieser aber nicht landesweit einheitlich ist. Er hängt davon ab, welcher Tarifvertrag für Ihre Tätigkeit gilt. Österreich: Ebenfalls kein gesetzlicher Mindestlohn. Wie Dänemark hat auch Österreich keinen landesweit einheitlichen gesetzlichen Mindestlohn. Die Mindestlöhne werden hauptsächlich durch Tarifverträge je nach Branche festgelegt. Daher ist es unerlässlich, bei der Arbeit in Österreich stets zu wissen, welcher Branche Ihre Position zugeordnet ist.
Gesundheit und Sicherheit auf Baustellen in Deutschland: Grundregeln

Arbeitsschutz auf deutschen Baustellen: Grundregeln Ewo / 3. Februar 2026 In der Praxis gilt eine einfache Regel: Wer die Sicherheitsvorschriften nicht einhält oder die vorgeschriebene Schutzausrüstung nicht besitzt, riskiert nicht nur ein Bußgeld, sondern auch einen sofortigen Arbeitsstopp oder den Verweis von der Baustelle gemäß den Vorgaben des Generalunternehmers. In diesem Artikel finden Sie einen Überblick über die wichtigsten Regeln, die auf deutschen Baustellen am häufigsten kontrolliert werden, sowie die häufigsten Sanktionsgründe. Grundregeln, die auf deutschen Baustellen am häufigsten kontrolliert werden: Persönliche Schutzausrüstung (PSA) zu besitzen genügt nicht, sie muss auch getragen werden. Zu Beginn der meisten Projekte legt der Bauunternehmer oder Koordinator die Mindestanforderungen fest. In der Regel sind dies ein Schutzhelm, Sicherheitsschuhe und, je nach Art der Bauarbeiten, reflektierende Elemente. Für bestimmte Tätigkeiten sind zusätzlich Schutzbrille, Handschuhe, Gehörschutz oder eine Atemschutzmaske erforderlich. Das häufigste Problem ist nicht das völlige Fehlen von PSA, sondern deren inkonsequente Verwendung. Arbeiten in der Höhe: Der gefährlichste Bereich und häufigster Grund für Sanktionen. Wer auf Gerüsten, Leitern, an Deckenkanten oder in der Nähe von Öffnungen arbeitet, sollte sich darauf einstellen, dass in Deutschland in diesem Bereich Improvisation nicht toleriert wird. Die häufigsten Unfälle passieren beim Arbeiten an ungesicherten Kanten, bei ungesicherten Bodenöffnungen oder bei unsachgemäßer Verwendung der persönlichen Schutzausrüstung (ungeeigneter Anschlagpunkt, falsch eingestellter Gurt, unzureichende Schutzausrüstung). Leitern: Einfaches Gerät, aber häufige Unfallursache. Leitern gehören zu den häufigsten Unfallursachen, gerade weil sie als schnelle Lösung eingesetzt werden, wo eigentlich eine stabile Arbeitsplattform nötig wäre. Fehler passieren typischerweise bei unsicherem Stand, wenn Leitern nicht gegen Abrutschen gesichert sind, wenn Leitern beschädigt sind oder wenn Arbeiten ausgeführt werden, die naturgemäß eine andere Technik erfordern. Deutsche Baustellen sind sich dessen bewusst, da das Risiko schwerer Verletzungen bei einem Sturz von einer Leiter selbst in relativ geringer Höhe hoch ist. Gerüste und Arbeitsbühnen: Keine Eingriffe oder Improvisationen. Bei Gerüsten werden Stabilität, sicherer Zugang, Geländer und der Zustand der Arbeitsbereiche überprüft. Ein häufiges Problem ist, wenn jemand eigenmächtig auf dem Gerüst arbeitet oder Bereiche betritt, die nicht dafür vorgesehen sind. Ordnung am Arbeitsplatz: Hindernisse, Kabel und Material auf den Wegen. Viele Sanktionen ergeben sich nicht aus schwerwiegenden technischen Verstößen, sondern aus vernachlässigter Arbeitsplatzorganisation. Material auf Kommunikationswegen, lose Kabel, überfüllte Durchgänge oder unklare Bereiche für die Bewegung von Personen und Geräten erhöhen die Gefahr von Stolpern, Stürzen oder Sachschäden erheblich. Deshalb sind Ordnung, gekennzeichnete Wege und sichere Lagerung in Deutschland Standard und werden auch von Subunternehmern verlangt. Elektrowerkzeuge und Verlängerungskabel: Sichtbare Mängel sind ein sofortiges Problem. Bei Elektrowerkzeugen werden häufig der Zustand der Kabel, beschädigte Isolierung, gefährliche Verbindungen und die Verlegung von Verlängerungskabeln durch ungesicherte Durchgänge thematisiert. Obwohl es sich um gängige Ausrüstung handelt, ist sie eine häufige Unfallursache auf Baustellen. Bei einer Inspektion gehört sie zu den Dingen, die schnell visuell beurteilt und sofort als gefährlich eingestuft werden können. Was bedeutet eine Geldbuße in der Praxis und welche Sanktionen drohen? Die erste Möglichkeit ist eine Geldbuße der Aufsichtsbehörde bei einem festgestellten Verstoß gegen die Sicherheitsvorschriften. Die zweite Möglichkeit ist eine Sanktion von der Baustelle, beispielsweise ein Arbeitsverbot, der Verweis von der Baustelle oder die Verpflichtung zur sofortigen Beseitigung des Mangels. Die dritte Möglichkeit ist oft die unangenehmste: indirekte finanzielle Folgen wie Ausfallzeiten, Arbeitsausfall, die Notwendigkeit, die Baustelle zu verlassen, oder der Verlust des Projekts, wenn der Auftraggeber die Situation als riskant einstuft. Daher ist es wichtig, Arbeitsschutz nicht nur als rechtliche Verpflichtung, sondern auch als praktische Voraussetzung für ein störungsfreies Arbeiten auf dem Projekt zu verstehen. Die häufigsten Gründe für Sanktionen auf deutschen Baustellen: Die häufigsten Sanktionen betreffen Arbeiten in der Höhe ohne Absturzsicherung, das Nichttragen vorgeschriebener Schutzausrüstung und die unsachgemäße Verwendung von Leitern. Sehr oft werden auch gefährliche Arbeitsplätze durch Unordnung, wie z. B. Kabel in Leitungswegen, Material in Übergängen und improvisierte Arbeitsverfahren, geahndet. Eine besondere Kategorie ist die Nichteinhaltung von Bauvorschriften und Anweisungen von Verantwortlichen. Im deutschen Umfeld wird erwartet, dass Sie die Ihnen zu Beginn des Projekts mitgeteilten Regeln ausnahmslos befolgen.
Steuerrückerstattung aus Deutschland: Dokumente und worauf Sie achten sollten

Steuererstattung aus Deutschland: Dokumente und worauf Sie achten sollten Ewo / 26. Januar 2026. In der Praxis betreffen Steuererstattungen aus Deutschland meist Arbeitnehmer, denen im Laufe des Jahres Lohnsteuer einbehalten wurde. Nach Abgabe der Steuererklärung führt das Finanzamt eine jährliche Abrechnung durch, bei der es zu einer Überzahlung (Erstattung) oder Unterzahlung kommen kann. Die häufigsten Gründe für eine Überzahlung sind: Sie haben nur einen Teil des Jahres in Deutschland gearbeitet (Saisonarbeit, Schichtarbeit, Abwesenheit), die einbehaltene Lohnsteuer war höher als die ausgewiesene Jahressumme, Sie hatten abzugsfähige berufsbedingte Ausgaben (z. B. Fahrtkosten, Hilfsmittel), Sie haben den Arbeitgeber gewechselt oder Sie hatten im selben Jahr mehrere Jobs. Wichtig: Die Erstattung erfolgt nicht automatisch. Das Ergebnis hängt vom Jahreseinkommen, den einbehaltenen Vorschüssen und den geltend gemachten Abzügen ab. Grundlegende Fristen und Abgabefristen: Pflichtabgabe (Regelfrist): Steuererklärung für 2025 (ESt 2025) – die Frist für die Selbstabgabe ist der 31.07.2026. Wird die Steuererklärung von einem Steuerberater/Lohnsteuerhilfeverein erstellt, verlängert sich die Frist automatisch (z. B. für ESt 2025 bis zum 28.02.2027). Freiwillige Abgabe (falls Sie nicht dazu verpflichtet sind): In der Regel können Sie die Steuererklärung bis zu vier Jahre rückwirkend abgeben. Die Frist endet am 31.12. des vierten Jahres nach dem betreffenden Steuerjahr. Benötigte Unterlagen: Lohnsteuerbescheinigung – jährliche Bestätigung des Einkommens und der einbehaltenen Steuern vom Arbeitgeber (für jeden Arbeitgeber separat). Der Arbeitgeber ist verpflichtet, die Daten bis spätestens Ende Februar des Folgejahres an die Finanzbehörden zu übermitteln. Typischerweise: Steuer-ID (Steuernummer), IBAN des Kontos für die Überzahlung, Kontaktdaten und (falls zutreffend) Ihre Steuernummer. Häufig benötigte Zusatzdokumente (bei Spesenabrechnung): Belege für berufsbedingte Ausgaben (Arbeitsausrüstung/Werkzeuge/Schutzausrüstung), Belege für den Arbeitsweg (Entfernung, Anzahl der Tage; bei bestimmten Kosten ggf. auch Quittungen), Belege für die Unterkunft (Vertrag, Rechnungen, Zahlungen), falls zutreffend, Nachweis der Familiensituation, Kinder usw. (falls Familienleistungen bezogen werden). EU/EWR-Bescheinigung: Bei grenzüberschreitendem Wohnsitz (außerhalb Deutschlands, Inanspruchnahme bestimmter Vergünstigungen/Abzüge) kann das Finanzamt eine EU/EWR-Bescheinigung anfordern, die das Einkommen im Wohnsitzland bestätigt. Worauf Sie achten sollten: 1) Fehlende oder fehlerhafte Jahressteuerbescheinigung: Dies ist das wichtigste Dokument. Ist sie unvollständig oder entspricht sie nicht der Realität, verzögert sich die Bearbeitung und das Ergebnis kann falsch sein. 2) Erwartete automatische Rückerstattung: Eine Rückerstattung ist nicht garantiert. In manchen Fällen kann es zu Nachzahlungen kommen, insbesondere bei bestimmten Einkommenskombinationen oder fehlerhaften Angaben im Laufe des Jahres. 3) Fehlende Belege für geltend gemachte Ausgaben: Auch wenn diese oft nicht sofort beigefügt sind, kann das Finanzamt sie nachträglich anfordern. 4) Verwechslung von Lohnsteuer und Gewerbesteuer (SZČO): Wenn Sie in Deutschland selbstständig waren, gelten für Steuererstattungen andere Regelungen als für Angestellte (es gibt keine Lohnsteuerbescheinigung, andere Erklärungen und Pflichten werden behandelt). In diesem Fall muss das Verfahren individuell geregelt werden. 5) Überprüfung des Bescheids und Einspruchsfrist: Wenn Sie einen Fehler im Bescheid feststellen oder etwas vergessen haben, haben Sie in der Regel einen Monat Zeit, um einen Einspruch einzulegen (ab Zustellung/Benachrichtigung des Bescheids). 6) Vorsicht vor „ELSTER-Rückerstattungsbetrug“: Es kursieren betrügerische E-Mails, die eine Überzahlung versprechen und über einen Link nach Bankdaten fragen. Die offizielle Kommunikation erfolgt über die Steuerkanäle/ELSTER, nicht durch Klicken auf einen Link in der E-Mail.
Formular A1 in der EU: Wann Sie es benötigen und wie Sie es beantragen

A1-Bescheinigung in der EU: Was ist das, wann braucht man sie und wie beantragt man sie? Ewo / 20. Januar 2026. Wenn Sie in einem anderen EU-Land arbeiten (oder Personen dorthin entsenden), werden Sie schnell mit der Frage konfrontiert: Wo sind die Sozialversicherungsbeiträge während der Arbeit im Ausland zu entrichten? Genau dafür ist die A1-Bescheinigung, offiziell Portable Document A1 (PD A1), gedacht. Sie bestätigt, welchem Sozialversicherungssystem Sie unterliegen. Was ist die A1-Bescheinigung und wozu dient die PD A1? Es handelt sich um ein Dokument zur Sozialversicherungszugehörigkeit. Anders ausgedrückt: Wenn Sie in einem Staat versichert sind und in einem anderen Staat arbeiten, dient die A1 als Bestätigung, dass Sie für einen bestimmten Zeitraum weiterhin dem Sozialversicherungssystem Ihres Heimatstaates angehören. Die A1 regelt ausschließlich die Sozialversicherung (z. B. Rente, Krankengeld, Arbeitslosengeld, Familienleistungen). Sie regelt nicht Steuern, steuerlichen Wohnsitz, Aufenthaltsgenehmigungen oder Beschäftigungsbestimmungen im Gastland. In welchen Ländern gilt die A1-Bescheinigung? Das PD A1 wird für Arbeiten innerhalb der EU (27 Mitgliedstaaten), des EWR (Island, Liechtenstein, Norwegen) und der Schweiz benötigt. In der Praxis kann das A1 auch als Versicherungsnachweis für das Vereinigte Königreich dienen, da es (nach dem Brexit) Koordinierungsregeln gibt. Diese Regelung ist jedoch an spezielle Abkommen gebunden. Es empfiehlt sich daher, die genauen Bestimmungen für Ihre Reise und Art der Arbeit zu prüfen. Wann benötigen Sie das A1 (auch für kurze Reisen)? Wenn die Arbeit physisch im Ausland stattfindet, ist das A1 in den meisten Fällen erforderlich, auch für kurze Reisen (z. B. einige Tage). Typische Situationen: Montage, Service, Installation, Implementierung beim Kunden, Bauarbeiten, technische Arbeiten und Projektarbeiten, Schulungen, Vorträge, Vor-Ort-Support, regelmäßige Geschäftsreisen ins Ausland, Remote-Arbeit aus dem Ausland (wenn Sie von einem anderen Staat aus arbeiten). Was passiert, wenn Sie kein A1 besitzen? Können Sie Ihr A1 bei einer Kontrolle nicht vorlegen, kann der Gaststaat darauf bestehen, dass Sie sich ab dem ersten Tag in seinem Sozialversicherungssystem anmelden und gegebenenfalls Beiträge rückwirkend einziehen. Die Folgen können sein: zusätzliche Beiträge und Kosten, Bußgelder oder Probleme bei der Arbeitsinspektion, Projektverzögerungen (z. B. Arbeitsunterbrechung bis zum Nachweis des Versicherungsschutzes). Wie lange ist eine A1 gültig und wann muss ein neues PD-Dokument beantragt werden? Eine A1 ist immer zeitlich befristet und hat ein festgelegtes Start- und Enddatum. Wird das Projekt verlängert oder ändert sich die Beschäftigungsregelung (z. B. anderes Land, anderer Zeitraum, andere Art der Tätigkeit), wird eine Verlängerung oder ein neuer Antrag gestellt. Die maximale Gültigkeitsdauer beträgt in der Regel 24 Monate. Wer beantragt eine PD A1? In der Praxis gilt Folgendes: Bei Angestellten wird der Antrag üblicherweise vom Arbeitgeber gestellt, bei Selbstständigen stellen diese den Antrag oft selbst. Wie beantragt man eine PD A1 in der Slowakei (Sozialversicherungsanstalt)? In der Slowakei wird die PD A1 von der Sozialversicherungsanstalt bearbeitet. Der Antrag kann elektronisch eingereicht werden – die Sozialversicherungsanstalt hat diese Möglichkeit eingeführt und baut sie weiter aus (eForms, eID/Login). Laut offiziellen Angaben der Sozialversicherungsanstalt gilt für Entsendungen eine maximale Aufenthaltsdauer von 24 Monaten. Es wird empfohlen, während des Auslandsaufenthalts das Formular PD A1 bereitzuhalten. Folgende Vorbereitungen sind zu treffen: Angaben zum Arbeitgeber/Selbstständigen, Angaben zur Person, die im Ausland arbeiten wird, Zielland(e), Arbeitsort, Zeitraum (von–bis) und Stellenbeschreibung sowie die Dokumente zum Arbeitsverhältnis (Vertrag/Beauftragung je nach Art der Zusammenarbeit) gemäß den Anforderungen der jeweiligen Institution.
Lohnausfälle im Ausland: Was tun und wie lässt sich das verhindern?

Lohnausfälle im Ausland: Was tun und wie lässt sich das verhindern? Ewo / 29. Dezember 2025. Für Tausende slowakische Selbstständige ist die Arbeit im Ausland, insbesondere in Deutschland, Alltag. Maurer, Elektriker, Monteure, Schweißer und Hilfsarbeiter reisen Hunderte von Kilometern von zu Hause entfernt, um ehrlich zu arbeiten und dafür bezahlt zu werden. Doch die Realität sieht oft anders aus. Auch heute noch gibt es Unternehmen, darunter Subunternehmer für größere Projekte, die ihren Verpflichtungen gegenüber ihren Mitarbeitern nicht oder nicht fristgerecht nachkommen. Es geht dabei nicht nur ums Geld. Es gefährdet die Würde, die Familien und die Grundsicherung von Menschen, die sich für ehrliche Arbeit entschieden haben. Warum ist das ein so großes Problem? Wenn ein Selbstständiger keine bezahlte Rechnung erhält, ist das nicht einfach nur eine „verspätete Zahlung“. Selbstständige: sind oft wochen- oder monatelang weit von ihrer Familie entfernt, bezahlen ihr eigenes Auto, Benzin, Werkzeug, Arbeitskleidung und Schutzausrüstung und tragen das gesamte Geschäftsrisiko selbst. Die Sozial- und Krankenversicherung interessiert es nicht, ob die Rechnung bezahlt wurde. Selbstständige, die beitragspflichtig sind, müssen diese unabhängig von ausstehenden Zahlungen entrichten. Unbezahlte Rechnungen sind keine Entschuldigung für die Beitragsverweigerung. Die Folge? Der Selbstständige zahlt die Beiträge, die Kosten, die Unterkunft und den Transport und bleibt am Ende mit Schulden statt Einnahmen zurück. Der Schaden übersteigt oft den Rechnungsbetrag bei Weitem. Was kann man in so einer Situation tun? In der Slowakei gibt es rechtliche Instrumente, die Selbstständigen die Möglichkeit geben, ihr Geld zurückzubekommen. 1. Vorprozessuale Mahnung – der erste und wichtige Schritt: Bevor es zum Gerichtsverfahren kommt, ist es üblich und dringend zu empfehlen, dem Schuldner eine außergerichtliche Mahnung zuzustellen. Obwohl das Gesetz eine solche Mahnung nicht in jedem Fall vorschreibt, gibt sie dem Schuldner in der Praxis eine letzte Chance zur Zahlung, beweist das rechtmäßige Handeln des Gläubigers und führt oft zu einer außergerichtlichen Einigung. 2. Zahlungsbefehl – schnelle gerichtliche Lösung: Wenn die Mahnung nicht zum Erfolg führt, kann der Unternehmer gemäß § 265 ff. der Zivilprozessordnung einen Antrag auf Zahlungsbefehl stellen. Das Verfahren läuft wie folgt ab: Der Antrag wird elektronisch oder schriftlich eingereicht. Das Gericht prüft die Forderung ohne mündliche Verhandlung. Ist die Forderung begründet (Rechnung, Vertrag, Beweismittel), erlässt es einen Zahlungsbefehl. Der Schuldner hat dann eine Frist (in der Regel 15 Tage), um zu zahlen oder Widerspruch einzulegen. Wie lange dauert das Verfahren und wie stehen die Erfolgsaussichten? Ein Zahlungsbefehl kann innerhalb weniger Wochen erlassen werden. Legt der Schuldner keinen Widerspruch ein, ist die Entscheidung vollstreckbar. In eindeutigen Fällen sind die Erfolgsaussichten hoch. Wir unterstützen unsere Partner und Geschäftspartner aktiv bei diesen Prozessen, damit sie sich nicht verzetteln. Wie lassen sich Probleme vermeiden? Überprüfen Sie das Unternehmen vor Beginn der Zusammenarbeit. Prüfen Sie: Wann wurde das Unternehmen gegründet? Wie lange ist es bereits am Markt? Was macht es? Wichtig: Ein junges Unternehmen ist nicht automatisch unseriös. Jedes Unternehmen hat einmal angefangen, und neue Unternehmen versuchen oft, sich einen guten Ruf aufzubauen. Wichtig: Geschäftsführer. In der Slowakei ist die Unternehmensgründung relativ einfach. Leider bietet dies auch Raum für Betrug – die sogenannten „weißen Pferde“. Im Handelsregister der Slowakischen Republik können Sie Folgendes überprüfen: den vollständigen Namen des Geschäftsführers und seinen ständigen Wohnsitz. Sollten Sie auf ein Unternehmen stoßen, dessen Geschäftsführer Ausländer ist, seinen ständigen Wohnsitz „im Gemeindeamt“ hat und keine wirklichen Verbindungen zur Slowakei besitzt, ist erhöhte Vorsicht geboten. Dies bedeutet nicht automatisch ein Problem, aber die Erfahrung zeigt, dass in solchen Fällen das Risiko höher ist. Finanzdisziplin und Schuldenregister. Portale wie FinReg ermöglichen es Ihnen, die eingetragenen Schulden des Unternehmens einzusehen. Eine kurzfristige Schuld von einigen Dutzend Euro, die nur wenige Tage oder Wochen andauerte, macht ein Unternehmen nicht automatisch zahlungsunfähig. Wiederholte und hohe Schulden hingegen sind ein deutliches Warnsignal. Referenzen: Lesen Sie sie, aber mit Abstand. Das Fehlen von Referenzen bedeutet nicht zwangsläufig ein Problem. In der Slowakei gilt oft: Solange alles in Ordnung ist, werden keine Referenzen ausgestellt. Tritt ein Problem auf, ist eine Referenz angebracht. Negative Referenzen können auch in Situationen entstehen, in denen ein Subunternehmer einen Schaden verursacht hat oder das Unternehmen die Zahlung zu Recht zurückgehalten hat. Wiederholte Beschwerden über ausbleibende Zahlungen sollten jedoch ernst genommen werden. Fazit: Im Ausland zu arbeiten sollte nicht bedeuten, die eigene Existenz zu riskieren. Selbstständige haben Anspruch auf faire Behandlung, klare Regeln und pünktliche Bezahlung. Treten Probleme auf, sollten diese nicht ignoriert oder emotional angegangen werden. Es gibt rechtliche Möglichkeiten und Organisationen, die bei der Lösung helfen können. Ehrliche Arbeit verdient ehrliche Bezahlung.
Kindergeld in Deutschland für 2026

Kindergeld in Deutschland ab 2026 (Ewo / 16. Dezember 2025) Kindergeld ist eine wichtige finanzielle Unterstützung für viele Familien in Deutschland zur Deckung der mit Kindern verbundenen Kosten. Es handelt sich um eine staatliche Leistung, die die Grundversorgung eines Kindes von Geburt an sicherstellen soll. Die Auszahlung erfolgt monatlich an einem festgelegten Termin. Kindergeld 2026: Wie hoch ist es und wann tritt die Erhöhung in Kraft? Ab dem 1. Januar 2026 erhöht sich das monatliche Kindergeld erneut. Eltern erhalten dann 259 € pro Kind und Monat. Das sind 4 € mehr als 2025. Die Erhöhung erfolgt automatisch; ein neuer Antrag ist nicht erforderlich. Wann wird das Kindergeld ausgezahlt und an wen wird es überwiesen? Der Zeitpunkt der Gutschrift hängt von der letzten Ziffer Ihrer Kindergeldnummer ab. Diese bestimmt den konkreten Überweisungstermin. Die Auszahlungstermine sind festgelegt. Wichtig: Kindergeld kann nur an eine anspruchsberechtigte Person ausgezahlt werden. Eltern müssen daher im Voraus vereinbaren, wer die Leistung erhält. Barauszahlungen sind nicht möglich. Was ändert sich sonst noch im Jahr 2026? Neben dem Kindergeld werden auch andere Instrumente der Familienförderung angepasst. Kinderzulage: Zusätzlich zum Kindergeld wird auch die Kinderzulage erhöht. Im Jahr 2026 soll sie 9.756 € pro Jahr betragen (einschließlich Pflegegeld). Das Finanzamt prüft automatisch, ob es für die Familie vorteilhafter ist, Kindergeld zu beziehen oder die Zulage zu beantragen. Kinderzulage: Die Kinderzulage für wirtschaftlich schwächere Familien wird ebenfalls angepasst. Im Jahr 2025 wurde sie auf 297 € pro Kind und Monat erhöht. Weitere Anpassungen sind für 2026 möglich, diese sind aber noch nicht endgültig beschlossen. Warum wird das Kindergeld regelmäßig erhöht? Regelmäßige Anpassungen des Kindergeldes sind Teil einer langfristigen Strategie, Familien vor den Auswirkungen der Inflation zu schützen. Seit 2022 steigt das Kindergeld kontinuierlich – bis 2026 wird es für die ersten beiden Kinder insgesamt 40 € pro Monat zusätzlich betragen. Ziel ist es, die Kaufkraft der Familien zu erhalten und gleichzeitig sogenannte versteckte Steuererhöhungen (kalte Progression) zu vermeiden. Warum wird das Kindergeld regelmäßig erhöht? Die neue Bundesregierung hat angekündigt, das Kindergeld künftig kontinuierlich zu erhöhen und die Auszahlung zu vereinfachen. Diskutiert wird auch, ob für das dritte und jedes weitere Kind ein höherer Betrag gezahlt werden soll. Dies würde eine Abkehr vom bisherigen System bedeuten, in dem alle Kinder den gleichen Betrag erhalten. Zusammenfassung: Die Erhöhung des Kindergeldes im Jahr 2026 wird Familien eine zwar kleinere, aber dennoch spürbare Entlastung bringen. Ab dem 1. Januar 2026 beträgt das Kindergeld 259 € pro Monat und Kind. Die Erhöhung erfolgt automatisch – ohne weiteren Antrag. Kindergeld 2026: 259 € pro Kind und Monat ab dem 1. Januar 2026. Automatische Zahlung: kein zusätzlicher Antrag erforderlich. Weitere Anpassungen 2026: Kinderfreibetrag 9.756 € pro Jahr, Kinderzuschlag wird angepasst (weitere Änderungen sind noch nicht endgültig).