Tipps, wie man im Ausland Tausende von Euro im Jahr sparen kann

Nutzen Sie die passenden Bankdienstleistungen und behalten Sie Ihre Ausgaben im Blick.

Im Ausland geht Geld oft unbemerkt durch Bankgebühren, Abhebungen am Geldautomaten und ungünstige Wechselkurse verloren. Eine einzige Abhebung kann zusätzliche Kosten von 3–5 € verursachen, in manchen Fällen sogar 2–3 Billionen € des abgehobenen Betrags. Bei regelmäßigen Bargeldabhebungen können sich die Gebühren innerhalb eines Jahres leicht auf 200–300 € summieren.

Die einfachste Lösung ist die Wahl des richtigen Kontos und der passenden Zahlungsmethoden. Neobanken wie Wise, Revolut oder N26 sind oft eine praktische Wahl, da sie Zahlungen in verschiedenen Währungen zu einem besseren Wechselkurs ermöglichen und unnötige Gebühren reduzieren. Ein lokales Bankkonto kann ebenfalls eine gute Option sein, erfordert jedoch häufig einen Arbeitsvertrag und einen Wohnsitznachweis, und die Kontoeröffnung kann mehrere Wochen dauern. Daher sind Neobanken für den Start im Ausland in der Regel schneller und praktischer.

Genauso wichtig ist es, Ihre Ausgaben im Blick zu behalten. Wenn Sie ein Budget erstellen, sehen Sie schnell, wohin Ihr Geld fließt. Apps wie Spendee, Wallet oder YNAB können dabei helfen, aber auch Excel oder eine einfache Liste auf Ihrem Smartphone reichen aus. Wichtig ist, dass Sie die Zahlen vor Augen haben, nur dann können Sie damit umgehen.

Beachten Sie auch die sogenannten. Dynamische Währungsumrechnung. Bei Kartenzahlung oder Bargeldabhebung am Geldautomaten wird Ihnen manchmal die Option angeboten, in Ihrer Landeswährung zu zahlen. Das klingt zwar praktisch, aber der Wechselkurs ist fast immer ungünstig. Es ist daher immer besser, in der Landeswährung zu zahlen.

Wohngemeinschaften bilden, selbst kochen und klug einkaufen

Die größten Kostenfaktoren im Ausland sind Wohnen und Essen.

Ein Zimmer in einer Wohngemeinschaft oder eine WG ist oft deutlich günstiger als alleine zu wohnen. Bei längeren Aufenthalten können Sie so Tausende von Euro pro Jahr sparen.

Lokale Portale helfen bei der Wohnungssuche. In Deutschland ist WG-Gesucht bekannt, in Spanien Idealista, und auch Facebook-Gruppen in der jeweiligen Stadt sind hilfreich. Wenn möglich, lohnt es sich, außerhalb des Zentrums zu suchen, da die Mieten dort oft günstiger sind und eine gute Anbindung an Arbeitsplatz und Infrastruktur besonders wichtig ist.

Der zweite große Unterschied liegt in Ihrer Ernährung. Wenn Sie regelmäßig auswärts essen, ist Ihr Budget schnell aufgebraucht. Ein Restaurantbesuch kostet oft 12 € oder mehr, während eine selbstgekochte Mahlzeit nur 2-3 € kostet. Bei täglichem Restaurantbesuch können so monatlich 150-250 € sparen. Wenn Sie anfangen, selbst zu kochen und Mahlzeiten für mehrere Tage im Voraus zubereiten, sparen Sie Geld und Zeit.

Überlegen Sie, wie Sie zur Arbeit kommen werden.

Transportkosten können einen großen Teil Ihres Gehalts verschlingen, insbesondere wenn Sie ein Auto fahren. Beim Autofahren müssen Sie neben dem Kraftstoff auch Versicherung, Parkgebühren und Wartung einplanen. Insgesamt summieren sich die Kosten auf Tausende von Euro pro Jahr.

Daher lohnt es sich, abzuwägen, ob ein Auto wirklich die beste Option ist. In vielen Städten ist der öffentliche Nahverkehr günstiger, insbesondere mit einer Monatskarte. Zudem erstatten manche Arbeitgeber einen Teil der Fahrkosten oder beteiligen sich an den Kosten. Wer in der Nähe wohnt, für den sind Fahrrad oder Roller eine ideale Lösung.

Bei längeren Arbeitswegen ist Fahrgemeinschaften ebenfalls sinnvoll. Durch Fahrgemeinschaften oder das Teilen der Kosten mit Kollegen lassen sich die Transportkosten deutlich senken, ohne dass man auf Komfort verzichten muss.

Einkaufen und essen wie ein Einheimischer

Ein großer Teil der Menschen gibt im Ausland mehr Geld aus, einfach weil sie in teureren Ketten einkaufen, ohne zu planen und ohne die lokalen Angebote zu nutzen.

In Westeuropa können die Preisunterschiede zwischen den Geschäften erheblich sein. Discounter wie Lidl oder Aldi sind oft deutlich günstiger als andere Läden; der Unterschied kann bei denselben Lebensmitteln bis zu 30–40 % betragen. Schon kleine Änderungen im Einkaufsverhalten können am Monatsende einen großen Unterschied machen.

Es lohnt sich auch, Aktionen und Apps zur Abfallvermeidung zu nutzen. Mit Too Good To Go kann man beispielsweise Essen von Restaurants oder Bäckereien vor Ladenschluss zu einem Bruchteil des Preises kaufen. Viele Geschäfte bieten außerdem regelmäßig Rabatte auf Produkte vor Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums an. Wer diese Angebote nutzt, kann in der Regel 30–50 % bei ausgewählten Artikeln sparen.

Bonus-Tipp für Deutschland: Vergessen Sie nicht Ihre Steuererklärung.

Wer in Deutschland arbeitet, sollte am Jahresende seine Steuererklärung abgeben. Viele wissen nicht, dass sie einen Teil ihrer gezahlten Steuern zurückbekommen können – oft Hunderte bis Tausende Euro im Jahr. Dies ist ein legales und gängiges Verfahren, das viele Arbeitnehmer in Deutschland nutzen.